
Wie verwandelt man ein gewöhnliches Schlauchboot in ein schnelles Motorboot?
Um ein Schlauchboot schneller und komfortabler zu steuern, ist ein Motor erforderlich. Doch dieser muss sicher befestigt werden. Genau dafür dient das Heckspiegel – eine spezielle feste Platte, die am Heck des Bootes angebracht wird und als Halterung für den Außenbordmotor dient.
In diesem Artikel erklären wir, was ein Heckspiegel ist, welche Arten es gibt und wie man die richtige Wahl trifft und ihn korrekt montiert.
Was ist ein Heckspiegel und wofür wird er benötigt?
Der Heckspiegel ist eine feste Platte, die sich am Heck eines Schlauchbootes befindet und als Basis für die Montage eines Motors dient. Er kann so breit sein wie das Boot selbst oder etwas schmaler.
Dieses Bauteil muss ausreichend stabil sein, um folgende Belastungen zu tragen:
- statische Belastungen (das Gewicht des Motors),
- dynamische Belastungen (Vibrationen, Stöße der Schiffsschraube, Kollisionen mit Unterwasserhindernissen, plötzliche Manöver und Rückwärtsfahren).
Die Hauptarten von Heckspiegeln
Je nach Befestigungsart gibt es zwei Typen von Heckspiegeln:
- Abnehmbare (hängende) – für leichte Motoren, die an Ruderbooten befestigt werden können. Sie bestehen aus Kunststoff oder wasserfestem Sperrholz und sind einfach zu montieren und zu entfernen.
- Feste (eingeklebte) – sorgen für eine stabilere Motorbefestigung und eignen sich für leistungsstärkere Antriebe.

Feste (eingeklebte) Heckspiegel
Feste Heckspiegel werden in Motorbooten als fester Bestandteil der Konstruktion verwendet und ermöglichen die Montage von mittelstarken bis leistungsstarken Motoren.
Sie bestehen aus Kunststoff oder wasserfestem Sperrholz und sind mit einer speziellen Schutzplatte ausgestattet, die die Spiegelplatte vor Beschädigungen beim Befestigen des Motors schützt. Diese Platte kann aus Kunststoff oder Metall bestehen und ist häufig höhenverstellbar, sodass der Motor optimal an die jeweiligen Betriebsbedingungen angepasst werden kann.

Verwendung des Heckspiegels in PVC-Schlauchbooten
Eingeklebte, feste Heckspiegel werden in Schlauchbooten mit mittelstarken bis leistungsstarken Außenbordmotoren eingesetzt. Sie sind fester Bestandteil des Bootskörpers und verschließen das Cockpit wasserdicht am Heck.
Ein entscheidender Faktor ist der Neigungswinkel des Heckspiegels, der zwischen 4 und 6 Grad eingestellt werden kann. Dies beeinflusst:
✅ Die optimale Eintauchtiefe des Motors
✅ Eine höhere Geschwindigkeit des Bootes
✅ Weniger Spritzwasser hinter dem Heck
✅ Eine effizientere Propellerleistung und geringeren Kraftstoffverbrauch
✅ Geringeres Risiko, Luft in die Schraube zu ziehen
Drehwinkel des Motors
- Kleine Motoren auf abnehmbaren Heckspiegeln können sich bis zu 180° drehen, was das Manövrieren erleichtert, aber die Stabilität bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum beeinflusst.
- Mittlere und große Motoren auf festen Heckspiegeln haben in der Regel eine Drehbegrenzung von 90°, um ein Kentern bei hoher Geschwindigkeit in Kurven zu verhindern.
Zusätzlich kann der Heckspiegel als Plattform für weiteres Zubehör wie Echolote oder Angelrutenhalter dienen.
Wie wählt man einen Heckspiegel für ein Schlauchboot?
Auswahl eines abnehmbaren Heckspiegels
Die Wahl eines Heckspiegels ist nur für abnehmbare Modelle relevant, die an Ruderbooten montiert werden können. Wichtig ist die Kompatibilität zwischen Boot und Heckspiegel, damit alle Befestigungspunkte übereinstimmen.
Ein Beispiel für ein hochwertiges Modell ist der „Kolibri“ Heckspiegel, gefertigt aus Kunststoff. Eigenschaften:
✔ Zwei obere Halterungen
✔ Untere Halterung, integriert in den Hecktragegriff
✔ Erhältlich in Schwarz oder Grau zur Farbanpassung an das Boot

Fester oder abnehmbarer Heckspiegel – welcher ist besser?
Abnehmbarer Heckspiegel
Ein abnehmbarer Heckspiegel ist für leichte Motoren bis zu 3 PS ausgelegt. Er eignet sich für kleine Ruderboote und ist nicht für hohe Geschwindigkeiten gedacht. Ideal für Gelegenheitsnutzer.
Wahl eines festen Heckspiegels
Ein fester Heckspiegel ist ein fester Bestandteil des Bootskörpers und wird ab Werk montiert. Lediglich die Spiegelplatte (aus Kunststoff oder Metall) kann ausgetauscht werden.
Wer einen Motor ab 3,5 PS oder mehr nutzen möchte, sollte sich für ein Boot mit festem Heckspiegel entscheiden, da es:
✅ Eine sichere Motorbefestigung bietet
✅ Eine bessere Manövrierfähigkeit gewährleistet
✅ Auch für höhere Geschwindigkeiten geeignet ist
Wie montiert man einen Heckspiegel an einem PVC-Schlauchboot?
Fester Heckspiegel
Ein fester Heckspiegel wird bereits während der Herstellung eingebaut. Er besteht aus wasserfestem Sperrholz und ist an speziellen Halterungen befestigt, die an den Seiten des Bootes verklebt sind.
In der Mitte des Heckspiegels befindet sich eine Spiegelplatte (Kunststoff oder Metall), an der der Außenbordmotor befestigt wird.

Fester und abnehmbarer Heckspiegel: Unterschiede & Montage
Fester Heckspiegel
Ein fester Heckspiegel kann mit Ablauflöchern ausgestattet sein, um Wasser aus dem Cockpit abzuleiten. Zudem lassen sich Heckräder daran befestigen, um das Boot an Land leichter zu transportieren.
Montage eines abnehmbaren Heckspiegels
Ein abnehmbarer Heckspiegel wird manuell vom Benutzer am Heckschlauch befestigt. Die Befestigung erfolgt durch das Einsetzen von Metallklammern in die Öffnungen der oberen Kunststoffhalterungen, die an den Seiten verklebt sind, sowie in die untere Halterung, die in den Heckgriff integriert ist.
Wie wird der abnehmbare Heckspiegel montiert?
✅ Bringen Sie den Heckspiegel am leicht entleerten Schlauch an
✅ Pumpen Sie den Schlauch auf den Nenndruck von 0,15 bar auf
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