Gleiter (frz. glisseur, von glisser – gleiten) – ein leichtes, schnelles Wasserfahrzeug. Gleiten bezeichnet eine Bewegung auf dem Wasser, bei der das Objekt aufgrund des hydrodynamischen Drucks an der Oberfläche bleibt, also „über das Wasser gleitet“. Wenn ein Fahrzeug in den Gleitmodus übergeht, verringert sich der Wasserwiderstand abrupt, da die benetzte Fläche des Rumpfes kleiner wird. Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit deutlich. Ein Windsurfbrett beispielsweise hebt sich komplett aus dem Wasser, gleitet ohne Verdrängung durch den Rumpf und beschleunigt stark. Auch ein flach geworfener Stein, der auf der Wasseroberfläche hüpft, zeigt diesen Gleitmechanismus.
Das Gleiten von Schlauchbooten ist eine Bewegungsart, bei der das Boot mit einer bestimmten Geschwindigkeit fährt, wobei der Rumpf am Heck etwa zu einem Drittel ins Wasser eintaucht. Damit das Boot in den Gleitmodus übergehen kann, müssen mehrere Faktoren erfüllt sein – darauf gehen wir in diesem Artikel ein.
Bewegungsmodi von Schlauchbooten
Es gibt drei Bewegungsmodi für Boote: Verdrängerfahrt, Übergangsmodus (Gleitansatz) und Gleitfahrt.
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Verdrängerfahrt
Geschwindigkeit bis 15 km/h – typisch für langsames Fahren, Beschleunigen oder Paddeln. Die benetzte Fläche des Rumpfes ist maximal. In diesem Modus erzeugt das Boot eine hohe Bugwelle. Dieser Modus ist typisch für Boote mit Motoren geringer Leistung. -
Übergangsmodus (Gleitansatz)
Das Boot fährt mit stark angehobenem Bug. Dieser Modus tritt bei Geschwindigkeiten von 16–18 km/h auf. -
Gleitfahrt
Geschwindigkeit ab 20 km/h. Die benetzte Fläche ist minimal (etwa ⅓ des Rumpfes im Wasser). Im Vergleich zum Übergangsmodus liegt das Boot horizontaler im Wasser. Gleiten ist der wirtschaftlichste Bewegungsmodus eines Bootes. Charakteristisch ist die Reduzierung der benötigten Leistung bei gleichbleibender Höchstgeschwindigkeit. Dies liegt daran, dass die Kraft, die für den Übergang in den Gleitmodus erforderlich ist, wesentlich größer ist als die Kraft, die für dessen Aufrechterhaltung benötigt wird. Mit gleichem Kraftstoffverbrauch kann ein Boot im Gleitmodus wesentlich größere Entfernungen zurücklegen.
Was bedeutet „ins Gleiten kommen“?
Es gibt zwei Hauptarten, sich auf dem Wasser fortzubewegen: durch den Auftrieb (beschrieben im Archimedischen Prinzip) und durch Hydrodynamik. Der Auftrieb besagt, dass auf einen Körper, der in eine Flüssigkeit oder ein Gas eingetaucht ist, eine nach oben gerichtete Kraft wirkt, die dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Wenn ein Wasserfahrzeug (z. B. ein Kanu, ein Schlauchboot oder ein großes Schiff) ins Wasser gelassen wird, verdrängt es eine bestimmte Menge Flüssigkeit, wodurch eine sogenannte „Wasserblase“ um den Rumpf entsteht. Beim Starten muss das Boot den Widerstand dieser Blase überwinden. Sobald das Boot jedoch eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht und ins Gleiten kommt, sinkt dieser Widerstand nahezu auf null.
Das Gleiten eines Schlauchbootes mit einem Außenbordmotor ist möglich, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht wird. Um die maximale Gleitgeschwindigkeit eines bestimmten Bootes zu berechnen, wird häufig die Froude-Zahl verwendet:
Fr = V/√(gL),
wobei:
- V – Geschwindigkeit des Fahrzeugs (in m/s);
- g – Erdbeschleunigung (9,81 m/s²);
- L – Länge des Rumpfes (in Metern).
Für Verdrängerfahrzeuge liegt die Froude-Zahl im Bereich von 0,2 bis 0,3, während sie für Gleitfahrzeuge größer als 1 ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Formel besonders gut für Fahrzeuge mit einem starren Rumpf funktioniert. Bei leichten Schlauchbooten ist die Angelegenheit wesentlich einfacher: Fast jedes Schlauchboot mit einem Außenbordmotor ab 3 PS kann unter günstigen Bedingungen gleiten. Meistens geschieht dies bei Geschwindigkeiten zwischen 18 und 21 km/h.
Arten von gleitfähigen Booten
Das Gleiten kann schwierig, unmöglich oder gefährlich sein, wenn:
- es sich um ein altes, abgenutztes Boot handelt;
- das Wasser zu flach ist;
- der Motor zu schwach ist.
Das Gleiten belastet den Boden des Bootes erheblich, und Hindernisse im Wasser können den Rumpf bei hoher Geschwindigkeit beschädigen.
Am besten eignen sich leichte Boote mit Kiel, die über einen robusten Boden und einen leistungsstarken Motor verfügen. Für den Gleitvorgang empfiehlt sich offenes Wasser. Der Rumpf des Bootes sollte möglichst stromlinienförmig sein, und der Schwerpunkt sollte näher zur Bugspitze verlagert werden. Außerdem sollte das Design des Bootes minimalistische Strukturen aufweisen, um den aero- und hydrodynamischen Widerstand zu reduzieren.
Gründe, warum ein Boot nicht gleitet
Wenn ein Schlauchboot nicht gleiten kann, kann dies an folgenden Faktoren liegen:
- Zu niedrige Geschwindigkeit, bedingt durch:
- unzureichende Motorleistung;
- ein ungünstiges Verhältnis von Motorleistung zur beladenen Bootmasse (mindestens 1 PS pro 25 kg Gewicht);
- falscher Winkel des Motors an der Spiegelhalterung (empfohlen: 5–15°);
- falsche Lastverteilung (der Schwerpunkt sollte weiter vorne liegen).
- Nicht optimale Rumpfform des Bootes.
Welche Eigenschaften sollte ein ideales Schlauchboot aus PVC für das Gleiten haben? Gibt es ein universelles Rezept für das perfekte Gleiten? Und ist es möglich, ein Boot zu kaufen, das ohne Modifikationen, Tricks oder zusätzlichen Aufwand im Gleitmodus fahren kann?
Ja, selbstverständlich! Solche Boote werden seit Jahren von der ukrainischen Werft „Kolibri“ hergestellt. Die Firma bietet eine breite Palette an aufblasbaren Kielbooten aus PVC an, die für Motoren mit einer Leistung von 5 bis 35 PS ausgelegt sind.
Zum Beispiel eignen sich die Serien Light, Profi, SL oder XL hervorragend für das Gleiten. Sie verfügen über einen stromlinienförmigen Rumpf und ein optimales Verhältnis von Größe, Tragfähigkeit und Motorleistung. Besonders möchten wir das Modell KM-360DSL hervorheben.
Es ist unser Lieblingsmodell. Geräumig und ausreichend groß, gleichzeitig harmonisch und elegant. Im Gleitmodus verursacht die KM-360DSL fast keine Spritzer und hinterlässt eine saubere Kielwasserlinie.
Werfen Sie auch einen Blick auf unsere anderen Modelle – detaillierte Beschreibungen und technische Daten finden Sie auf unserer Website.

